norberto42: gelesen

Man ist nicht umsonst Philologe gewesen, das will sagen, ein Lehrer des langsamen Lesens. (F.N.)

posts: Gedichte 18. Jh.

Goethe: Ganymed - Interpretation

Das Gedicht ist mit Goethes Zustimmung erstmals 1778 gedruckt worden. Es beginnt mit einem begeisterten Ausruf des lyrischen Ichs (V. 1-3) an einem Frühlingsmorgen – gerichtet an den Frühling, der als „Geliebter“ angesprochen wird. Angesprochen werden auch der...

Goethe: Da hatt' ich einen Kerl zu Gast (Rezensent) - Analyse

Das Gedicht ist 1773 entstanden und 1774 gedruckt worden. Es ist eine volkstümliche Verserzählung im Knittelvers; Goethes Knittelvers ist ein Jambus, vierhebig paargemeimt, und wird ohne Strophenbildung gebraucht. Der Erzähler ist ein Ich; er...

Goethe: Mit einem gemalten Band - Analyse

[Kleine Blumen, Kleine Blätter: früheste Fassung]     Kleine Blumen, Kleine Blätter     Streuen mir mit leichter Hand     Gute iunge FrühlingsGötter     Tandlent auf ein luftig Band   5...

Goethe: Der Zauberlehrling - Analyse, Interpretation

Erläuterungen für Schüler zu Vers 4 nach meinem Willen: es spricht der Zauberlehrling; 6 merkt ich: merkte ich mir; 6 Brauch: wie er das gewöhnlich gemacht hat; 9 walle: gehe (heute noch: „ Wallfahrt “ ); 10 manche Strecke: (unbestimmt) Wege ...

Goethe: Seefahrt - Analyse

Es werden verschiedene Phasen einer Seefahrt erzählt: das Warten auf den Wind, die Abreise, der Kampf mit den Wechselwinden, Widerstand gegen den Sturm. Erzähler ist zuerst der Seefahrer selbst als lyrisches Ich, danach ein allwissender neutraler Erzähler; der Wechsel vollzieht...

Goethe: Der Gott und die Bajadere - Analyse

„Dewendren gieng nämlich einst unter der Gestalt eines schönen Jünglings aus, und suchte eine solche Tochter der Freude auf, um zu erfahren, ob sie ihm getreu seyn würde. Er versprach ihr ein hübsches Geschenk, und sie machte ihm die ganze Nacht herrliche...

Goethe: Prometheus - Analyse

  Worauf muss man achten, wenn man den Aufbau formal erfassen will?         Pronomen      Verbform            Satzform 1. Str....

Goethe: Nähe des Geliebten - kurze Analyse, Gedichtvergleich

Friederike Sophie Christiane Brun    Ich denke dein (1795)    Ich denke dein, wenn sich im Blütenregen    Der Frühling malt    Und wenn des Sommers mildgereifter Segen    In Ähren strahlt.  5 Ich...

Matthias Claudius: Abendlied - Analyse

In der Überschrift „Abendlied“ wird die Tageszeit des Geschehens als Abend und damit als Zeit der Ruhe bestimmt; „Lied“ muss (im Mittelhochdeutschen und auch später) nicht auf etwas hinweisen, was von einer Melodie getragen wird - ein Gedicht kann durchaus als...

Goethe: Meeresstille / Glückliche Fahrt: Analyse, Interpretation

Wahrscheinlich sind die beiden Gedichte 1795 entstanden; veröffentlicht wurde sie in Schillers Musenalmanach für 1796. Seitdem stehen sie immer zusammen auf einer Seite: als echte Gegenstücke; denn die „Glückliche Fahrt“ ist die Fahrt, die das Schiff nach der...

Goethe: Maifest (Mailied) - Analyse

Das Gedicht aus dem Jahr 1771 gilt als Höhepunkt der Sesenheimer Lyrik, die ihren „Ursprung“ in Goethes Begegnung mit Friederike Brion hatte. Es gibt keinen Anlass, kein Ereignis, das den Ich-Sprecher bewegte: Er hält sich in der Natur auf und bricht in einen Gesang aus;...

G. A. Bürger: Lenore - Analyse, Deutung

Das 1774 erschienene, dann jedoch überarbeitete Gedicht wird heute normalerweise in der Fassung von 1789 gelesen. Seine Deutung ist in der Forschung umstritten. Wir fertigen zuerst eine Analyse an und kommen später auf die Deutung (Interpretation) zu sprechen. Aufbau des...

Goethe: Harzreise im Winter - Analysen

Die Deutung dieses Gedichtes ist seit 20 Jahren umstritten und kann auch ruhig umstritten bleiben; hier werden nur ein paar analytische Bemerkungen vorgetragen, die einen ersten Zugang zum Gedicht eröffnen sollen. Es scheint besonders wichtig, sich der Sprechakte des wandernden lyrischen...

Goethe: Grenzen der Menschheit - Analyse

Wer ein bisschen von Goethe versteht, weiß, dass (der ältere) Goethe dieses Gedicht mit „Prometheus“, „Ganymed“ und „Das Göttliche“ stets zusammengestellt hat. Wir wissen das also und befassen uns mit dem Gedicht - und wer noch ein bisschen...

Goethe: Es schlug mein Herz (= Willkommen und Abschied) - zur Analyse

= Mir schlug das Herz ... Die Textgestalt des Gedichtes ist nicht eindeutig, es gibt verschiedene Fassungen. - Was man beim Lesen bemerken, also bei der Analyse berücksichtigen sollte: * die subjektlose Bewegung: Es schlug..., es war getan (V. 1 f.); * das Tempus...

Goethe: Fünfte Elegie (Römische Elegien) - Analyse

Text der fünften Elegie (Elegie V):     Froh empfind' ich mich nun auf klassischem Boden begeistert,         Lauter und reizender spricht Vorwelt und Mitwelt zu mir.     Ich befolge den Rat, durchblättre die...

Vier Gedichte aus "Wilhelm Meisters Lehrjahre" - Kontext und Analyse

Wer nie sein Brot mit Tränen aß Wer sich der Einsamkeit ergibt Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn Nur wer die Sehnsucht kennt Diese vier Gedichte stammen aus dem Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“, den Goethe zwischen 1794 und 1796...

Goethe: Das Göttliche - Analyse

Die Überschrift des 1783 entstandenen, dann 1785 ohne Goethes Wissen und zu dessen Verärgerung von Jacobi veröffentlichten Gedichts ist „Das Göttliche“, welches 10 Strophen zu 6 Versen umfasst. Was das Göttliche ist, wird in der 2. und der 9. Strophe...

Goethe: Der Fischer - Analyse

In Goethes Ballade „Der Fischer” wird die Begegnung eines Fischers mit einer Nixe erzählt, welche den Mann zu sich in die Tiefe lockt. Es handelt sich weniger um eine Begegnung von Mann und Frau oder von Mensch und Natur als von den Repräsentanten zweier Bereiche, des...

Goethe: Die Braut von Korinth - kurze Analyse

Diese Geisterballade ist zugleich eine Ideenballade. Ein allwissender Erzähler (vgl. V. 126: Es schlägt kein Herz in ihrer Brust) deutet in einem kleinen Kommentar (V. 12-14) als Thema an, dass es Konflikte geben kann, wenn ein neuer Glaube sich ausbreitet, hier das Christentum...

Goethe: Erlkönig - Analyse

Text von Goethe: Erlkönig Johann Gottfried Herder Erlkönigs Tochter Dänisch         Herr Oluf reitet spät und weit,     Zu bieten auf seine Hochzeitleut';    ...

Goethe: Gesang der Geister über den Wassern - kurze Analyse

Anfang Oktober 1779 hat Goethe auf seiner zweiten Schweizer Reise mit Herzog Carl August den 300 Meter hohen Wasserfall des Staubachs gesehen; das Gedicht lag einem Brief an Charlotte von Stein vom 14. Oktober bei, wo der Text noch auf die Stimmen zweier Geister verteilt war. Der erste Druck...

Goethe: Warum gabst du uns die tiefen Blicke - Analyse

    Warum gabst du uns die Tiefen Blicke     Unsre Zukunft ahnungsvoll zu schaun     Unsrer Liebe, unserm Erdenglücke     Wähnend selig nimmer hinzutraun? 5  Warum gabst uns Schicksal die Gefühle ...

Goethe: Ein Gleiches - Interpretation

         Ein Gleiches (späte Fassung) Über allen Gipfeln Ist Ruh', In allen Wipfeln Spürest Du   5 Kaum einen Hauch;...

Goethe: Wandrers Nachtlied - Analyse, Interpretation

          Wandrers Nachtlied     Der du von dem Himmel bist     Alle Freud und Schmerzen stillest,     Den der doppelt elend ist     Doppelt mit Erquickung füllest, ...

Goethe: An Schwager Kronos - Interpretation

Dieses Gedicht „An Schwager Kronos“ (Text unten!) ist so genialisch wild in freien Rhythmen verfasst wie „Wanderers Sturmlied“, deshalb schwer zu verstehen, deshalb auch weniger in der Schule gelesen - zu Unrecht. Ich versuche eine Annäherung in mehreren...

Goethe: Der König in Thule - Analyse

Es wird von einem König im fernen Norden, auf der Insel Thule, erzählt. Der erste Satz klingt beinahe wie der Anfang eines Märchens: „Es war ein König in Thule ...“ Das Wichtigste, was von ihm gesagt werden kann, wird in einer Apposition (oder einem...

Goethe: Heidenröslein - Interpretation

Man kann sich nicht mit Goethes „Heidenröslein“ befassen, ohne zu bedenken, dass dieses Gedicht in zwei Vertonungen vorliegt (Schubert und Heinrich Werner), dass es in Werners Vertonung ein Volkslied geworden ist (geblieben ist, sollte man sagen) und selbst in Japan vorgetragen...

Goethe: aufm Zürichersee (= Auf dem See) - Analyse

    15. Junius 1775, aufm Zürichersee    Ich saug' an meiner Nabelschnur    Nun Nahrung aus der Welt.    Und herrlich rings ist die Natur,    Die mich am Busen hält.  5 Die Welle wieget unsern Kahn ...

Goethe: An den Mond (1789) - Aufbau, Vergleich der beiden Fassungen

Die Struktur des Textes wird davon bestimmt, dass sich die Stimmung des sprechenden Ichs, der Sprachgestus und der unmittelbare Adressat ändern. Unter diesen Aspekten schlage ich vor, das Gedicht folgendermaßen gegliedert zu sehen: Zunächst spricht das Ich den Mond an, bezieht...

Goethe: Mahomets Gesang - zur Analyse

Im Netz findet man (unter: Titel +analyse): http://www.lrz-muenchen.de/~komparatistik_donat/psmetrik/psmetrikprog.html (allgemein) http://www.lrz-muenchen.de/~komparatistik_donat/psmetrik/mahomet.html (spez. Mahomets Gesang)  eine Schüler-Analyse oder ebenso hier ...

Goethe: Ein zärtlich jugendlicher Kummer - erste kurze Analyse

Zunächst spricht das lyrische Ich bei einem einsamen Gang ins Freie reflektierend zu sich selbst; seine Stimmung scheint der noch winterlichen Natur, durch die es geht (Melodie zu meinem Lied, V. 6), zu entsprechen. Doch finden sich in der Naturbeschreibung Spannungen, die das Andringen...

F. Schiller: Resignation (1786) - Analyse, Interpretation

Der Untertitel des Gedichtes „Resignation“ ist „Eine Phantasie“ - und anderes kann die Vision eines Auftritts der Seele nach dem Tod vor dem Weltgericht nicht sein. Die setzt mit einem Bericht des Ichs ein (1. Str. = 1), in dem es klagt, dass es in seinem Leben statt...

Schiller: An die Freude - Manuskript entdeckt

„Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium, ... Alle Menschen werden Brüder, Wo dein sanfter Flügel weilt.“ Das ist die allgemein bekannte zweite Fassung von Schillers Gedicht, 1785. Die erste Fassung , ebenfalls 1785, lautet so: „Deine Zauber binden wieder, Was der Mode Schwert...

Goethe: Erlkönig / Bedeutung

Kurz eine Idee zur "Zukunftsbedeutung" dieser Ballade für Schüler (ein Muss für jeden Stundenentwurf): Wichtig ist es, dass man die Differenz in der Wahrnehmung von Vater und Sohn begreift: Der Knabe hört, was Erlkönig spricht / aber der Vater...

Goethe: Der Adler und die Taube - zur Analyse und Interpretation

http://www.wetzlar.de/barriere_frei.phtml?NavID=370.175&La=1 (Text) http://www.textlog.de/18834.html (Text), ebenso im Projekt Gutenberg usw. Korff : Goethe im Bildwandel seiner Lyrik, Bd. I, 1958, stellt das Gedicht zusammen mit neun weiteren unter die Überschrift „Genius“; Trunz...
 
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