posts: Gedichte 19. Jh.
In diesem Gedicht erzählt ein Ich-Sprecher von seinem Gang zu einem Apfelbaum, dessen köstliche Früchte er genossen hat; er überträgt diese Erzählung aber vollständig in das Bild des Besuchs einer Gaststätte. In diesem Bild, das durch...
Dieses Gedicht Theodor Storms (u.a. http://www.oppisworld.de/natur/herbst47.html ) ist von seinem politischen Gedicht „Im Herbste 1850“ zu unterscheiden. - In einer herbstlichen Situation, die nicht als angenehm empfunden wird („Es rauscht, die gelben Blätter...
Ein Gedicht: ein sprachliches Werk, das wesentlich durch Momente des K l a n g s und des Sprech r h y t h m u s bestimmt ist, oft auch durch ein stark b i l d h a f t e s Sprechen oder durch Verwendung r h e t o r i s c h e r Figuren.
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Ein nicht benannter Sprecher wendet sich an ein Du, nachdem er zunächst seine Eindrücke vom nahenden Winter, von den zur Stadt fliegenden Krähen beschrieben (V. 1-3) und die gepriesen hat, welche „jetzt noch“, also vor dem Winter Heimat haben (V. 4).
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Ein kleines Gedicht legt Mörike vor (1828), es besteht nur aus zwei Sätzen. Nirgendwo wird ein Sprecher benannt, doch ist er mit seinen Erwartungen zu bemerken. An einem Septembermorgen (Titel) steht er am Waldrand (?) „im Nebel“ (V. 1); er weiß, dass diese neblige...
Zwei Segel (1882)
Zwei Segel erhellend
Die tiefblaue Bucht!
Zwei Segel sich schwellend
Zu ruhiger Flucht!
Wie eins in den Winden 5
Sich wölbt und bewegt,
Wird auch...
Auf Goldgrund [1887]
Ins Museum bin zu später
Stunde heut ich noch gegangen,
Wo die Heilgen, wo die Beter
Auf den goldnen Gründen prangen.
Dann durchs Feld bin ich geschritten 5
Heißer Abendglut entgegen,...
Aufgabenart (Abitur 2005 NRW): Vergleichende Analyse von fiktionalen Texten (II C)
Conrad Ferdinand Meyer: Der römische Brunnen (1882); dazu „Rom: Springquell“ (1860); „Der schöne Brunnen“ (1864); „Der Brunnen“ (1865)
(Hilke Schildt: Aus der...
Herwegh ahmt in seinem „Wiegenlied“ (1843) Goethes „Nachtgesang“ (1804) in der Form nach, um die politische Untätigkeit seiner Zeitgenossen zu kritisieren. Unmittelbare Quelle ist vermutlich Hoffmann von Fallersleben: „ Schlafe! was willst du mehr?...
In dieser ironisch erzählten Geschichte treten mal wieder, wie es in Balladen oft geschieht, Gespenster auf.
Vorbereitung der Analyse
Das Gedicht stammt aus dem Zyklus „Romanzero“, an dem Heine 1849/51 gearbeitet hatte, den er 1851 veröffentlichte und der...
Dieses Gedicht des jungen Heinrich Heine, ohne Überschrift, stammt aus dem Zyklus „Lyrisches Intermezzo“. Ein Intermezzo wird zwischen zwei Hauptstücken gespielt; das Intermezzo als ein lyrisches, als Gedichtsammlung, zwischen welchen Hauptstücken soll es stehen?...
Im Gegenzug gegen die Französische Revolution und die Kriege Napoleons waren in Europa die monarchistischen Kräfte wieder erstarkt. Aber seit 1830, seit der Julirevolution in Frankreich, waren in ganz Europa revolutionäre Bewegungen entstanden, teilweise mit sozialistischen...
Auf den ersten Blick ist bei diesem Gedicht von 1857 nicht viel zu verstehen: Da ist ein Liebespaar, das sich küsst und am anderen Morgen verstorben ist; ein Arzt gibt dazu einige Kommentare ab.
Was sieht man, wenn man genauer hinschaut? Von einem Erzähler,...
Sommerbild
Ich sah des Sommers letzte Rose stehn,
Sie war, als ob sie bluten könne, rot;
Da sprach ich schauernd im Vorübergehn:
„So weit im Leben, ist zu nah am Tod!“
Es regte sich kein Hauch am heißen Tag,
Nur leise...
Es wird erzählt , wie ein kleiner Junge durchs Moor geht und dabei Schreckliches erlebt. Das Geschehen wird von einem auktorialen Erzähler berichtet; das ist eine (von der Autorin konstruierte) Erzählerfigur, die alles weiß (z.B.: was das Kind denkt und fühlt, dass ein...
Das Gedicht „Vermächtnis“ ist vermutlich Anfang Februar 1829 geschrieben worden; am 12. Februar ist es jedenfalls abgeschrieben worden. Goethe hat dieses Gedicht ausdrücklich im Anschluss an „Eins und Alles“ geschrieben: Er war darüber (fälschlich)...
In das Renaissance-Schloss ( http://www.buecher-wiki.de/uploads/BuecherWiki/DasRenaissanceSchloss.jpg) der Dornburger Schlösser hatte Goethe sich nach dem Tod seines Freundes und Dienstherrn, des Großherzogs Carl August, seit dem 7. Juli 1828 zurückgezogen und sich mit...
Goethe hat das Gedicht „Im ernsten Beinhaus war’s“ am 25./26. September 1826 geschrieben – Schillers Schädel war gerade einen Tag in seinem Haus aufgebahrt. Das Gedicht bildete zunächst (ohne Überschrift) den Abschluss des Romans „Wilhelm Meisters...
Das Gedicht „Der Bräutigam“ ist vermutlich 1824 entstanden, fehlt in der Ausgabe letzter Hand und wurde zu Goethes Lebzeiten nur einmal (1829) veröffentlicht. Ein Ich spricht als Bräutigam , wobei dieses Ich seltsamerweise auch über sich, wenn es...
Was ist für Goethe eine Trilogie?
Goethe im Gespräch mit Eckermann, 30. November 1831: „Es kommt [bei der Trilogie] darauf an, daß man einen Stoff finde, der sich naturgemäß in drei Partien behandeln lasse, sodaß in der ersten eine Art Exposition,...
Der Verlag Weygand wollte zum 50jährigen Jubiläum des „Werther“ eine Sonderausgabe mit einem Vorwort Goethes auf den Markt bringen. Darauf befasste Goethe sich noch einmal mit seinem eigenen Werk und schrieb Ende März 1824 das Gedicht „An Werther“. Dort...
In Marienbad traf Goethe im August 1823 unter anderem die Petersburger Hofpianistin Maria Szymanowska und die Sängerin Anna Milder-Hauptmann aus Berlin in privaten Gesellschaften; ihre Musik rührte ihn zu Tränen. Am 16. August begann er ein kleines Gedicht für Frau...
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) verliebte sich im Jahr 1821 während eines längeren Kuraufenthaltes im mondänen Marienbad in die erst siebzehnjährige Ulrike von Levetzow. Zum letzten Mal in seinem Leben verspürte er „eine große...
Goethe hat dieses Gedicht am 6. Oktober 1821 in Jena vollendet. Wenn man sein Gedicht „Eins und alles“ verstehen will, muss man es im Kontext anderer Gedichte Goethes lesen. In der Ausgabe letzter Hand steht es in der Gedichtgruppe „Gott und Welt“ (1827):
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Das Gedicht „Um Mitternacht“ hat Goethe am 13. Februar 1818 geschrieben; gedruckt wurde es erstmals 1821 in „Neue Liedersammlung von Zelter“; Goethe berichtet, dass dieses Gedicht ihm einfach „bei hehrem Mondenschein“ zugeflogen ist; er hat es als...
Das Gedicht diente als Einleitung des 1. Heftes von Goethes Zeitschrift „Zur Naturwissenschaft überhaupt“ (1817) und wurde 1827 das Einleitungsgedicht der Gedichtgruppe „Gott und Welt“. So ist dem Gedicht durch Goethe ein ausgesprochen programmatischer Charakter...
Das Gedicht „In tausend Formen magst du dich verstecken“ ist das letzte im Buch Suleika, ein Preisgesang der Geliebten als Höhepunkt des Buches. Das Motiv, die geliebte Person in allem zu erkennen, ist bereits aus „Nähe des Geliebten“ (1796) bekannt. Dass die...
Zu Goethes West-östlichem Divan siehe die Einleitung von http://logos.kulando.de/post/2009/07/03/goethe-talismane-interpretation ! „Im Gedicht wird das Blatt zum Doppelsymbol für den Dichter und den Liebenden, für Spaltung und Einheit;es repräsentiert den...
Goethe hat das Gedicht am 31. Juli 1814 geschrieben, wenn Gert Ueding (Goethe Handbuch, Bd. 1, 1996, S. 377) Recht hat, und als Titel „Selbstopfer“ vorgesehen; beim ersten Druck (Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1817) stand es unter dem Titel „Vollendung“, und...
Goethes „West-östlicher Divan“ ist 1819 erschienen, 1827 wurde er um gut 40 Gedichte erweitert. Die Gedichtsammlung ist das Ergebnis eines neuen Aufbruchs des nach Schillers Tod quasi erstarrten Dichters; dieser Aufbruch wurde einmal durch die Begegnung mit orientalischen...
Das erstmals im Taschenbuch auf das Jahr 1804 gedruckte Gedicht „Nachtgesang“ ist in hohem Maße überstrukturiert: Das Gedicht besteht aus fünf Strophen zu vier Versen, die einen Kreis bilden: Der gleiche Vers „Schlafe! was willst du mehr?“ macht das...
Manifest der Selbstverwirklichung?
Die „Urworte“ sollen hier nicht systematisch oder historisch interpretiert, sondern unter der bescheidenen Fragestellung gelesen werden, wie denn in diesen fünf Gedichten des alten Herrn (1817 entstanden, 1820 gedruckt) die in seinen...
Ein Blick auf das Gedicht als Ganzes
Den Text findet man beim Projekt Gutenberg; der bei www.rezitator.de vorhandene Text ist nicht vollständig.
Beim ersten Lesen schon kann man bemerken, dass ein ausgesprochen fremdes Versmaß den...
Fragen zum Verständnis des Gedichts „Gefunden“:
Hast du gesehen,
- dass das lyrische Ich aus der Situation „nun“ (V. 19) zurückblickt?
- dass es erzählt, was es getan hat?
- dass es die Begegnung mit dem Blümchen unter dem...
Der Aufbau des Gedichtes ist vor allem am Wechsel der Sprechweisen und der Gegenstände der Betrachtung festzumachen. Ein Ich-Sprecher tut eigene Erfahrungen kund und gibt zum Schluss sich selbst („du“) einen Rat, wie er mit der als belastend empfundenen Erfahrung des...
Arno Holz: Meine Nachbarschaft (1892) - Analyse
Dieses Gedicht gilt als berühmtestes der Sammlung „Buch der Zeit“, wovon ein Teil „Arme Lieder“ heißt (1892): als Musterexemplar des Naturalismus. Ich gabe zunächst einen kurzen Überblick, ehe wir uns...
Der Sprecher in diesem Gedicht ist eine eigenartige Größe: Weil er allwissend ist, kennt er das Herz des Arztes und dessen Gemütsregungen (V. 29 f.); anderseits spricht er lebhaft fragen (V. 18 f.), als ob er nicht wüsste, wer das kommt. Auch scheint er sich in seiner...
Dieses Gedicht gilt als berühmtestes der Sammlung „Buch der Zeit“, wovon ein Teil „Arme Lieder“ heißt (1892): als Musterexemplar des Naturalismus. Ich gebe zunächst einen kurzen Überblick, ehe wir uns den Details zu wenden.
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Bereits mit der Überschrift „Abseits“ gibt der Dichter einen Hinweis, dass dieses Abseits neben etwas anderem stehen oder liegen muss. Im „Leipziger Wortschatz“ werden als Synonyme angegeben: „abgelegen, absondern, außerhalb, beiseite, draußen,...
Gleich zu Beginn stellt das erzählende Ich sich und seine Situation vor: An einem sonnigen Septembertag hat es in einem Buch gelesen; da kam eine Mücke angeflogen, die sich zu sterben anschickte (V. 1-4). Zum Schluss spricht das Ich in seinem Wunsch im Plural von „uns“ (V. 36); doch ist nicht...
Beispiel: Balladenanalyse als Klassenarbeit
3. Klassenarbeit Deutsch 7 - 2004/05
Analyse einer Schauerballade (Hebbel: Der Heideknabe) - 1 Stunde
Aufgabenstellung :
1. Erkläre, wodurch im erzählten Geschehen der Eindruck des Unheimlichen und Grauenhaften hervorgerufen wird:...
Ballade als Klassenarbeit (Kl. 8) 1. Erläuterungen : Von einzelnen Schülern (7b - 2004) wurde nach folgenden Wörtern gefragt: V. 2 Höhn V. 5 Wolkenstreif in Sinnen V. 6 (Pfeiler) V. 9 morschen V. 11 Geflimmer V. 18 Höhn V. 20 Bohlen V....
M. Claudius: Die Sternseherin Lise (1803) Text: http://hor.de/gedichte/matthias_claudius/die_sternseherin.htm 1. Durch die Überschrift wird das lyrische Ich als Mädchen oder Frau ausgewiesen. Ist die Identifizierung wichtig? Könnte ein Mann, der „kämpft“ und der Welt zugewandt ist, nicht das...
Ballade als Klassenarbeit (Kl. 7) Chamisso: Die Sonne bringt es an den Tag Aufgabenstellung : 1. a) Verschaffe dir einen Überblick über die Ereignisse: Welche werden (wo) erzählt? Wie lange dauern sie? [drei Ereignisse in Str. 1-5, ... in Str. 6-12, zwei Ereignisse in Str. 13-14] b) Welche...